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Chronik von Wermsdorf - anläßlich der 450 Jahr Feier

Hydrologie der Wermsdorfer Gemarkung

Zur Natur gehören natürlich auch Gewässer. Stehende Gewässer, bis auf ein paar kleinere Teiche (nur knapp hinter der Gemarkungsgrenze bei Wiesenberg befindet sich der obere Becken des Pumpspeicherwerkes Lange Leiten) gibt es keine. Den kleinen Fluss Merta, der bei Wermsdorf entspringt, und mit seinen Zuflüssen den so genannten Wermsdorfer Graben eigentlich geformt hat, dürfen wir nicht vergessen. Genau wie bei anderen Flüssen, ist man sich auch bei Merta nicht einig, wo ihr eigentlicher Quell überhaupt liegt. Eine Quelle befindet sich in 1300 m Seehöhe am Großen Mai (Kiesgraben) und die andere in 1240 m Seehöhe am Breiten Kamm (Steinseifenbach). Unserer Meinung nach kann man eher die Quelle am Großen Mai als Mertaursprung betrachten. Am Anfang hat die Merta ein sehr großes Gefälle (auf den ersten 2 km 250 Promille) und die Quelle am Breiten Kamm bildet bei Franzens Jagdhaus ein System von Stromschnellen und Kaskaden: den so genannten Mertawasserfall. Der Fluss ist ca. 16,6 km lang und der dann nach etwa 8,5 km Länge Wermsdorf verlässt. Durchschnittlicher Durchfluss bei der Mündung liegt nach Verschiedenen Angaben bei 1,2 -1,7 m³/s, in Zöptau bei 0,7m³/s. So ähnlich liegt auch der Durchfluss an der Stelle, wo sie Wermsdorf verlässt. Das Mertawasser hat früher alle Kleinbetriebe in Wermsdorf im Gang gehalten. Außerdem hat sie in der Vergangenheit auch zum Holzschwämmen gedient. Zur Erhöhung des Durchflusses hatte man einige kleinere Becken am oberen Fluss gebaut. Als eine interessantere Sache für das 21. Jahrhundert können wir den Bau eines Pumpspeicherwerkes an der Merta erwähnen. Der Höhenunterschied der beiden Becken sollte 730,5 m betragen, was eigentlich größer ist, als beim jetzigen Pumpwerk Lange Leiten. Zurzeit rechnet man aber nicht mehr mit dem Bau. Der größte rechte Mertazufluss des oberen Abschnittes ist der Brillbach (entspringt bei Ameisenhübel) und in Siebenhöfen mit Zufluss vom Grundwasser. Der größte linke Zufluss ist der Kaltenseifenbach. Er ist etwa 4 km lang, hat Stromschnellen und Kaskaden und während Hochwasser verfügt er über starke Kräfte. Das hatte er im Jahre 1997 bewiesen, indem er sich bei diesem Hochwasser auf der Länge von 600 m ein neues Flussbett geschaffen hat. Auch die Merta hat bei dieser Überschwemmung ihre Ufer unterspült, wobei sie Schlammlawinen ausgelöst hat, und auch Steinblöcke bis zu einem Gewicht von 10t bewegen konnte. Während des Hochwassers hinterlässt sie auch Kiesablagerungen, wo man dann bei Normalwasser auch sehr dekorative Kieselsteine verschiedener hiesiger Steine finden und aufsammeln kann.

Inhalt der Chronik:

Umgebung

Geologischer Aufbau

Bergbau und
Mineralienfundorte


Hydrologie

Flora und Fauna

Naturdenkmale

16. Jahrhundert

17.Jahrhundert

Hexenprozesse

18. Jahrhundert

Anfangs des
19. Jahrhunderts


Mitte des
19. Jahrhunderts


2. Hälfte des
19. Jahrhunderts


Jahrhundertwende

1. Weltkrieges

1938 - 1945

1945 - 1948

1948 - 1989

seit 1989

Die Bewohner- und
Häuserzahl


Papiermanufaktur

St. Matthäus-Kirche

Kapelle des Hl. Johannes
des Täufers


Schule und Schulwesen

Die Bürgermeister

Lokalkapläne und Pfarrer

Oberlehrer und
Schuldirektoren